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Erfolgreiche Schmalspurbahn: Die Nonstalbahn / Lokalbahn Trient - Malé - Marilleva - Mezzana

Die Nonstalbahn (Lokalbahn Trient – Malè – Marilleva – Mezzana bzw. Ferrovia Trento – Malè – Marilleva – Mezzana) ist ein gutes Beispiel für eine erfolgreich betriebene Regionalbahn, welche die Provinzhauptstadt Trient (Trento) mit den Gemeinden des Etschtals zwischen Trient und Mezzocorona, des Nonstals (Val di Non) und des Sulztals (Val di Sole) verbindet.

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Frecciargento (ETR 485) Rom-Bozen am 14.4.2013 im Bahnhof Trient. Von Trient zweigt neben der Nonstalbahn auch noch die Valsuganabahn (Richtung Bassano del Grappa > Venedig) von der Südtirolerbahn ab

Für den Bau der Bahn sprachen anfangs vor allem wirtschaftliche Gründe, um eines der reichsten und dichtest bevölkerten Täler Südtirols an das Verkehrsnetz anzuschließen. Primär um den Abtransport der landwirtschaftlichen Güter zu bewerkstelligen, aber auch um den aufkeimenden Fremdenverkehr auszubauen, speziell auch im oberen Teil des Tales, dem Sulzberg, mit Zugang nach Madonna di Campiglio, in die Brenta-, Adamello- und die Presanellagruppe.

Aber auch militärische Überlegungen waren dem Bau der Nonstalbahn förderlich, schuf doch die Bahn einen Zugang zur Reichsgrenze Österreich-Ungarn gegen das Königreich Italien am Tonalepaß. Offenbar hatte man schon damals in Wien gewissen Vorahnungen, wenn man an den Nachbarn und damals noch Verbündeten Italien dachte.

Nach 2 ½ Jahren Bauzeit konnte die Strecke von Trient nach Malè am 12. Oktober 1909 eröffnet werden. Die ursprüngliche Streckenlänge betrug 59,643 Kilometer und somit war die Nonstalbahn die längste Überlandstrecke der Österr. Ungar. Monarchie mit Elektrotraktion. Diese auch ursprünglich als Überlandstraßenbahn (ital.: Tranvia) zu titulierende Bahn war von Anfang an elektrifiziert (anfangs 800 Volt Gleichstrom, ab 1964 3.000 Volt Gleichstrom).

Die Stromversorgung erfolgte durch das Sarca-Kraftwerk mit Drehstrom von 20.000 Volt. 3 Unterwerke, nämlich in Pressano, Sabino und Mostizzolo, formten den Drehstrom in Gleichstrom mit einer Betriebsspannung von 800 Volt um. Lieferfirma waren die Österreichischen Siemens-Schuckert Werke. Die Oberleitung bestand aus 2 Fahrdrähten von je 70 mm2 im Querschnitt.
Aktuell befinden sich Unterwerke für die Stromversorgung in Pressano (5.400 kVA), Mollaro (4.000 kVA) , Mostizzolo (3.600 kVA) und in Marilleva (5.400 kVA).

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Die Zubringerzüge der Nonstalbahn zu den Schigebieten werden unter dem Begriff „Dolomiti Express“ vermarktet, wobei im Sommer dem Angebot Treno + Bici (Zug + Rad) immer stärker Beachtung geschenkt wird.

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Schiablage im neuen Alstom ET

Der ursprüngliche Charakter der Nonstalbahn als Überlandstraßenbahn ging durch die Umbaumaßnahmen in den 1950er und 1960er Jahren zwar verloren, die Maßnahmen machten jedoch die Nonstalbahn zukunftssicher. Die engen Ortsdurchfahrten auf Rillenschiefen kann man heute nur mehr auf alten Fotos bewundern, heute Bahn fährt ausschließlich auf eigenem Trasse mit Vignolschienen. Die Spurweite beträgt 1.000 mm (Meterspur).

Nach Dultinger setzte sich der Fuhrpark zu Betriebsbeginn 1909 wie folgt zusammen:
10 vierachsige Motorwagen zur Personenbeförderung (mit Abteil 1. Klasse)
12 zweiachsige Personen-Anhängewagen (Beiwagen)
12 zweiachsigen gedeckten Güterwagen
5 zweiachsigen offenen Güterwagen
3 Postwagen

1910 kamen nochmal 2 vierachsige Motorwagen hinzu. Für den Erhaltungsdienst standen 9 Bahnwagen, 1 Draisine und 2 Fahrleitungswagen zur Verfügung.

Die Hauptlast des Transports heute bewerkstelligen die neuen Elektrotriebwägen ETi 401-414 vom Typ Coradia des Herstellers Alstom, die bis 2006 angeschafft wurden. Sie sind bieten den Fahrgästen modernen Komfort inkl. WLAN und moderner Info-Technologie. In den 4 noch eingesetzten Breda-Triebwägen aus dem Jahr 1995 läßt sich noch authentischer reisen, man kann vor allem die Fenster öffnen, was die Eisenbahn-Fotographen natürlich freut. Die lange eingesetzten Ex-Dolomitenbahn-Triebwägen ruhen aktuell.

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Beklebter Jubiläums-ETi 405 am Bhf. Mezzocorona Ferrovia (16.4.2015).

Technische Daten:
• Hersteller: Alstom Ferroviaria
• Länge: 40,2 m
• Breite: 2,650 m
• Sitzplätze: 106
• Stehplätze: 140
• Leergewicht: 77 Tonnen
• Leistung: 1.360 kW
• Motoren: 8
• Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
• Anmerkungen: Klimatisiert, geschlossenes WC, moderne Infobildschirme mit GPS Echtzeit, WLAN

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Man sitzt bequem in den neuen Alstom Triebwägen

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Moderne Info-Bildschirme - da kann man sich in unseren Breiten doch etwas abschauen

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Breda ET 15 und ET 18 in Doppeltraktion bei der Einfahrt in die Tunnel-Station Zambana

Technische Daten:

• Hersteller: Ansaldo Trasporti
• Länge: 36,780 m
• Breite: 2,650 m
• Sitzplätze: 95
• Stehplätze: 150
• Leergewicht: 66,7 Tonnen
• Leistung: 880 kW
• Motoren: 8
• Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
• Anmerkungen: Fenster sind zu öffnen, Fahrradabstellplätze

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Innenansicht Breda Ansaldo ET

Die maximale Steigung der Strecke betrug ursprünglich 53 Promille (nach Schaumann, Dultinger), der kleinste Gleisbogenhalbmesser betrug ursprünglich 35 Meter. Dultinger erwähnt 1 Gleisbogenhalbmesser mit einem Radius 28 Meter. Aktuell beträgt die maximale Steigung 50 Promille, der kleinste Kurvenradius 80 Meter. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h.

Nach dem Umbau der Strecke (Eröffnung 1961) betrug die Streckenlänge 55,7 Kilometer. Im Jahr 2003 wurde die Strecke von Malè nach Marilleva (Gemeinde Mezzana) um 10 km verlängert, sodaß die Streckenlänge von 2003 bis 2016 65,250 km betrug. Am 23. Juli 2016 wurde der neue Endbahnhof Mezzana, knapp 1 km von Marilleva entfernt, eingeweiht. Somit beträgt die Streckenlänge seit dem 23.7.2016 aktuell 66,1 km beträgt.

Aktueller Betreiber der Strecke ist die Provinz Trient mit dem Unternehmen Trentino Trasporti. Vormalige Betreiber waren die k.k. StB (Kaiserlich königliche Österreichische Staatsbahnen), die italienische Staatsbahn FS, Società Autonoma Trasporti Pubblici (SATP), Ferrovia Elettrica Trento-Malè (FETM) sowie Ferrovia Trento-Malè (FTM).

Die Gesamtstrecke von Trient nach Mezzana wird werktags stündlich bedient, wobei es sich allerdings um keinen exakten Taktverkehr handelt. Zusätzlich werden noch einige Kurse bis Malè geführt sowie bis Mezzolombardo, wobei Mezzolombardo zeitweise halbstündlich mit Trient verbunden ist. Die Fahrzeit auf der Gesamtstrecke beträgt ca. 2 Stunden und damit nur mehr die Hälfte der Zeit wie in den Anfangsjahren. Anzumerken ist dabei, daß der letzte Kurs nach Mezzana bereits knapp nach 17 Uhr von Trient abfährt, die späteren Kurse verkehren nur mehr bis Malè.

Kunstbauten:

An Kunstbauten hat die Nonstalbahn natürlich einiges zu bieten, Brücken- und Tunnelfreunde kommen da sicher auf ihre Kosten. Die 1959 eingeweihte Santa-Giustina-Brücke über den Fluß Noce (Nonsbach) weist eine Spannweite von 78 Metern und eine Höhe von 140 Metern auf und war zu ihrer Zeit die höchste Eisenbahnbrücke der Welt.

7 große Brücken weist die Strecke auf, nämlich die Brücke über den Avisio bei Lavis, Etschbrücke bei San Michele, Nocebrücke bei Rocchetto, Pongajdabrücke bei Sabino, Nocebrücke bei S. Giustina, Nocebrücke bei Mostizzolo und die Rabbibrücke vor Malé. Sie weisen Stützweiten zwischen 50 und 93 Metern auf. Am schwierigsten zu bauen war die Mostizzolobrücke aufgrund der tiefen Schlucht.

Ursprünglich hatte die Strecke Tunnel mit einer Gesamtlänge von rund 1.500 m, wobei der längste ursprünglich der Rocchettatunnel mit 750 m war. Die heutige Gesamttunnellänge beträgt 5.783 m. Der mit Abstand längste ist der Vergondola Tunnel zwischen der Haltestelle Cles Polo Scolastico und dem Bahnhof Mostizzolo mit einer Länge von 2.671 m.

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Südportal des 1961 eröffneten 2.671 m langen Vergondolatunnels

Vom Bahnhof Dermulo zweigte die bereits in den 1930er Jahren wieder stillgelegte Nonsbergbahn (Lokalbahn Dermulo - Fondo - Mendel) ab - somit war es damals möglich, eine tolle Tages-Rundreise zum machen: Von Bozen mit der Überetscherbahn nach Kaltern St. Anton, von dort mit der Mendelstandseilbahn auf die Mendel, Umstieg in die Nonsbergbahn und Fahrt nach Dermulo, Umstieg in die Nonstalbahn und Fahrt nach Trient und von Trient mit der Südtirolbahn zurück nach Bozen. Welch´ herrliche Rundreise muß das wohl gewesen sein!

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Äpfel erfreuen das Auge und den Gaumen des Wanderers

Die Stationen:

Abschnitt 1: Im Etschtal von Trient bis Mezzocorona

 

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Trient, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und der autonomen Region Trentino-Südtirol. Der Domplatz im Herzen von Trient mit Palazzo Preterio, Neptunbrunnen und der Kathedrale San Vigilio, wo auch das Konzil von Trient (Tridentinum) zwischen 1545 und 1563 stattfand

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Trient / Trento, Bahnhof, km 0,000; 192 m.ü.d.M.

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Der neue Bahnhof der Nonstalbahn in Trient. Modern, funktional, unmittelbar neben dem Bahnhof der FS gelegen und somit kurze Wege beim Umstieg, eine Bar. Natürlich während der Betriebszeiten ständig besetzte Schalter - wir sind ja nicht in Österreich. 

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Der Bahnhof Trient der Nonstalbahn hat 3 Gleise, davon 2 innerhalb der Halle. Der neue ETi 401 ist eben auf Gleis 2 angekommen, der 10 Jahre ältere Ansaldo-Triebwagen auf Gleis 3 wird in Kürze nach Marilleva abfahren (17.4.2013)

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Breda ET in Doppeltraktion am 17.4.2013 aus dem Bahnhof Trient kommend, passiert das Depot.
Dort sieht man u.a. die Güterzug-E-Lok LC 21

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Trento Nord Zona Commerciale, Haltestelle, km 2,159

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Gardolo, Bahnhof, km 4,323; 202 m

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Zona Industriale Spini, Haltestelle, km 5,494

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Lamar, Haltestelle, km 6,271

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Lavis, Bahnhof, km 7,741; 236 m

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Bahnhof Lavis FTM

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Zambana, Haltestelle im neuen Tunnel seit 2007, km 9,536

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In der Tunnelstation Zambana ETi 413 Richtung Trient und ETi 409 Richtung Marilleva (17.4.2015)

 

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Nave San Felice, Bahnhof, km 11,5; 220 m

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Glücksschuß am 25.9.2014 „Nonstalbahn trifft DB ÖBB Eurocity“

 

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Sorni-Sornello, Haltestelle

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Grumo-San Michele, Bahnhof, km 14,8; 210 m

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Überführungsbauwerk der Nonstalbahn über die Südtirolbahn kurz vor Mezzocorona, dazwischen Weingärten

 

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ETi 413 nach Malè passiert am 4.4.2015 die Weiche zum ehem. Umladebahnhof Mezzocorona. Der Bahnhof Mezzocorona Ferrovia ist in Sicht, dahinter der markante Monte di Mezzocorona

 

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Mezzocorona Ferrovia, Bahnhof, km 16,5; 210 m

 

Die Retta-Linie:


Von 1906 bis 1964 war zwischen den Bahnhöfen Mezzocorona FS und dem alten Bahnhof der Trambahn in Mezzolombardo eine normalspurige Güterbahn in Betrieb, die Retta-Linie bzw. Ferrovia Mezzocorona – Mezzolombardo (auch La Retta bzw. im örtlichen Dialekt Feratela genannt). Sie war nicht elektrifiziert und hatte eine Länge von 2,9 km.

Die Strecke verlief vom Güterbahnhof der FS kommend über die Straße und hinter dem heute noch stehenden „Albergo“ vorbei, und dann schnurstracks angelehnt an die Via Teroldego Richtung Westen. Vor der Querung des Nonsbaches mündete das von Norden, von Mezzocorona Borgata, kommende Gleis der alten Nonstalbahn (Tranvia) in die Retta-Linie ein. Heute führen die Gleise von Mezzocorona Borgata nach Mezzolombardo ja direkt und schnurstracks nach Westen zum neuen Bahnhof in Mezzolombardo.

Hinter dem Albergo, das schon seit einiger Zeit geschlossen sein dürfte, finden sich noch Gleisreste der Retta-Linie, die dort auch ein kleines Bächlein übersetzte.

Abschnitt 2: Von Mezzocorona über Mezzolombardo nach Dermulo:

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Mezzocorona Borgata, Bahnhof, km 17,622; 220 m

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Vor steiler Felswand hält der ETi 401 im neuen Bahnhofsbereich von M. Borgata; dahinter steht das alte Aufnahmsgebäude, das heute unten als Bar und oben als Wohnung dient

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Mezzolombardo, Bahnhof, km 19,736; 223 m

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Einst Remise, heute Treffpunkt für die Alpini-Veteranen. Das ehem. Bahnhofsareal ist heute ein Park

 

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Der heutige Bahnhof am 25.9.2013, Kreuzung ETi 411 und ETi 401

 

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Der Bahnhof von Mezzolombardo, ETi 406 vor der mächtigen Bergkulisse (14.4.2015)

 

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Durch die Rocchetta-Schlucht: Nocebrücke, Nordportal Rocchetta Tunnel 2 aus dem Rocchetta Tunnel 3

 

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Masi di Vigo, Haltestelle, km 23,5; 275 m

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Der gelbe ETi 408 braust am 16.4.2015 aus dem Castelletto Tunnel heraus in die (Bedarfs-) Haltestelle Masi di Vigo

 

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Nordportal des Rocchetta 3 Tunnels aus dem Breda-ET bei Masi di Vigo

 

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Crescino, Bahnhof, km 24,3

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ETi-Doppel (ETi 404 + 406) auf der Nocebrücke bei Crescino (16.4.2015)

 

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Bahnhof Crescino, Ausgangspunkt des Rundwanderweges durch das Bioreservat Rocchetta

 

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Portal des Tunnels Sabino II bei km 29,750 Richtung Denno

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Denno, Bahnhof, km 26,6

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Mollaro, Bahnhof, km 31,5; 470 m

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Segno, Haltestelle, km 33,1

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Tajo, Bahnhof, km 34,7; 520 m

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Dermulo, Bahnhof, km 36,5; 549 m

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Zugkreuzung in Dermulo am 26. September 2014 (ETi 408, ETi 409)

 

Abschnitt 3: Von Dermulo über Cles nach Mostizzolo:

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ETi 412 fährt aus dem Bhf. Dermulo aus und verschwindet im 421 m langen Dermulo-Tunnel

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Blick von der ehem. höchsten Eisenbahnbrücke der Welt in die Noceschlucht und die Staumauer mit Straßenbrücke davor

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Zwischen den Apfelplantagen überspannt die San Guistina Brücke den Nonsbach
 

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Tassulo, Bahnhof, km 38,0; 529 m

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Nach dem Bhf. Tassulo gewinnt die Bahn in einer 180 Grad Schleife an Höhe, ET 15 + ET 16 erreichen Tassulo (16.4.2015)

 

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Cles, Bahnhof, km 41,6; 664 m

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Breda Ansaldo ET im Bahnhof Cles

 

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Bahnhofsbar Cles - der Ferrari-Prosecco war hervorragend

 

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Vom Stadthügel in Cles hat man einen herrlichen Ausblick auf Schloß Cles, den Stausee und die Bahn

 

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Cles Polo Scolastico, Haltestelle, km 42,5

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Südportal des 1961 eröffneten 2.671 m langen Vergondolatunnels.
Links im Hintergrund sieht man eine steinerne Bogenbrücke, ein Relikt der alten Trasse

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Neue Eisenbahnbrücke Mostizzolo mit ET Breda-Doppel (16.4.2015); daneben finden sich eindrucksvolle  Relikte der alten Eisenbahn-Fachwerkbrücke von 1909 (49,2 m Spannweite und 72 t Masse mit obenliegender Fahrbahn)

 

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Mostizzolo, Bahnhof, km 45,9; 596 m

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Der Sulzberg bzw. Val di Sole ist erreicht - ETi 405 im Bhf. Mostizzolo

 

Abschnitt 4: Sulztal / Val di Sole von Mostizzolo über Malè nach Marilleva

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Bozzana-Bordiana, Bahnhof, km 48,1

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Tozzaga, Haltestelle, km 49,4

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Cassana, Haltestelle, km 50,4; 659 m

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Cavizzana, Haltestelle, km 51,4

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Val di Sole / Sulzberg taleinwärts mit den Dreitausendern im Hintergrund

 

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Caldés, Bahnhof, km 52,2

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Bahnhof Caldes

 

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Terzolas, Bahnhof, km 54,1

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ET-Doppel zwischen Terzolas und Malè

 

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Malè, Bahnhof, km 55,54; 726 m

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Alter Bahnhof von Malè Frühjahr 2015; die Bar hatte 2014 noch offen, 2015 war sie geschlossen

 

Alter Bahnhof von Malè im Mai 2016 - die Schienen wurden herausgerissen

 

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Neuer Bahnhof Malè: ETi Doppel bei der Einfahrt von Trient; links oben der alte Bhf.

 

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Erinnerungsplakete zur Streckenverlängerung am Hausbahnsteig am neuen Bahnhof von Malè

 

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Croviana, Haltestelle, km 56,97; 710 m

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Monclassico, Haltestelle, km 58,83; 735 m

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Dimaro-Presson, Bahnhof, km 60,2; 758 m

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Mastellina, Haltestelle, km 62,4; 796 m

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Daolasa, Haltestelle, km 63,28; 814 m

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Piano di Commezzadura, Haltestelle, km 61,12; 835 m

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Marilleva, Haltestelle, km 65,250; 888 m

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ETi 403 am Endhalt 2003-2016 in Marilleva bereit zur Rückfahrt nach Trient; Streckenkilometer 65,250

 

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Mezzana, Bahnhof, km 66,1; 890 m (eröffnet 23. Juli 2016)

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Bauarbeiten im Frühjahr 2015 zur Verlängerung der Strecke nach Mezzana, knapp 1 km von Marilleva entfernt

 

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Bauarbeiten 1 Jahr später im Mai 2016 - fast fertig

 

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Der nunmehrige Endbahnhof Mezzana 2 Tage nach der offiziellen Eröffnung im Juli 2016

 

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Ob es je weitergehen wird? Eigentlich war die Verlängerung bis Fucine, ca. 6 km ab Marilleva geplant. Doch angeblich fehlte dann das Geld. Doch schon einmal erreichte die Bahn Fucine, 1918, aber das war ja noch unter der Ägide Österreich-Ungarns, eine k.k. Feldbahn

 

Höchst interessant ist es, eine Beschreibung der Reise von anno dazumals zu lesen. Josef Rabl hat sowohl eine Reisebeschreibung zur Nonstalbahn wie zur Nonsbergbahn verfaßt. Für den Band 21 der Schriftenreihe habe ich den alten Text digitalisiert, sprich komplett neu eingetippt.

 

Nachdem die Trambahn aus dem Markte Mezzolombardo herausgetreten ist, folgt sie der Poststraße und gelangt zur Halteselle Fai. Ausgangspunkt der Straße nach Dorf Fai, 960 m (2 ½ St.) und über Andalo zum berühmten Molveno-See (Molveno, 864 m, Höhenkurort, Sommerfrische und Standquartier für Hochtouren in die Brentagruppe).
Immer großartiger gestaltet sich nun die Gegend, kolossale Felswände erheben sich beiderseits, immer näher zusammentretend und groteske Kogel ragen zur Rechten auf. Die Bahn steigt stark, r. erblickt man die malerische Felsschlucht des Noce, welche gleich darauf mittelst einer Eisenbrücke übersetzt wird. Jenseits steht die Station Rochetta. Hier ist die Pforte zum Nonsberg, denn die Ausläufer des Fausior und Nonsberges lassen nur einen engen Schluchteingang frei. Bei dieser Station zweigen die beiden Poststraßen in das Nonstal ab; die eine führt zur Rochettabrücke und über das untere Fort nach Denno und Cles; die andere (r.) durch das obere Rochetta-Fort über Dermulo nach Cles, und längs dieser läuft auch das Trambahngeleise.

Nachdem wir die beiden Tore des gegenwärtig verlassenen Forts hinter uns haben, eröffnet sich nach l. eine herrliche Ausschau auf das r. Noceufer, wo die Straße nach Sporminore hinaufzieht und die Dörfer Termon und Tenno liegen. Die elektrische Bahn läuft längs der in die Felsen eingesprengten Reichsstraße; fast schauerlich ist der Blick zur Linken in die Tiefe des Noceflusses zu dem schroffe Felsen niedersetzen; man sieht die Bogenbrücke, auf welcher die am r. Ufer ziehende Straße den Fluß übersetzt; r. erheben sich gelbgraue Wände. Das Panorama der Gelände zur Linken erweitert sich nun immer mehr; an einigen Häusern und an einem kleinen Hügel vorbei, auf welchem die Ruinen der über einem alten Turm erbauten Kirche S. Margherita stehen, erreicht man die Haltestelle Masi di Vigo. ..... (gesamte Beschreibung siehe DVD)

 

Die Nonstalbahn in der DEEF Schriftenreihe auf DVD:

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Band 21 (2016): Die Nonstalbahn: Lokalbahn Trient – Malé – Marilleva – Mezzana. Mit einem Exkurs zur Nonsbergbahn Dermulo – Fondo – Mendel. DVD in edler Klappbox, pdf-Format, 148 Seiten, herrliche Farbfotos, Bonusmaterial, € 16,50. Mercurius Verlag Grödig/Salzburg 2015, 2. Auflage (ergänzt) 2016.
ISBN 978-3-903132-00-9

Bestellungen der DEEF Schriftenreihe über den Verlag:

redaktion@dokumentationszentrum-eisenbahnforschung.org

Überblick über alle Schriften der DEEF Print-Edition >>>

Literatur:

Populorum, Michael Alexander, 2016: Die Nonstalbahn: Lokalbahn Trient – Malé – Marilleva – Mezzana. Mit einem Exkurs zur Nonsbergbahn Dermulo – Fondo – Mendel. Schriftenreihe des Dokumentationszentrums für Europäische Eisenbahnforschung (DEEF), Band 21. DVD / E-Book. PDF 148 Seiten, Farbe. Mercurius Verlag Grödig/Salzburg 2015. 2. Auflage 2016. Railway & Mobility Research Austria. ISBN 978-3-903132-00-9.

Armbruster, Karl, 1914: Die Tiroler Bergbahnen. Technisch und landschaftlich dargestellt. Wien

Dultinger, Josef, 1982: Auf schmaler Spur durch Südtirol. Schmalspurbahnen südlich des Brenners. Rum

Duschek, W., Pramstaller W. u. a., 2008: Local- und Straßenbahnen im alten Tirol, Eigenverlag Tiroler MuseumsBahnen, Innsbruck

Eisenbahnatlas Italien und Slowenien. Schweers + Wall, 2010.

Forni, Mario und Corrà, Paolo, 2003: Le Ferrovie del Trentino.

Rabl, Josef, 1910: Illustrierter Führer auf den neuen Bahnen in Südtirol (Vintschgaubahn, Rittner Bahn, Mendel-Dermulo, Trient-Malé) sowie auf den Linien Bozen-Ala und Bozen-Mendel, Mori-Arco-Riva und auf dem Gardasee. Hartlebens Illustrierter Führer Nr. 62

Schaumann, Walther, 1991: Die Bahnen zwischen Ortler und Isonzo 1914-1918. Vom Friendens-fahrplan zur Kriegsfahrordnung.

Links:

Der Betreiber Trentino Trasporti >>>

DEEF Beitrag Die Nonsbergbahn Dermulo - Fondo - Mendel >>>

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DEEF Die Überetscher Bahn >>>

DEEF Blog Verlängerung der Nonstalbahn bis Mezzana >>>

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Bericht von: Dr. Michael Populorum, Chefredakteur Railway Research Austria / DEEF;  Erstmals Online publiziert: 21. April 2013; Ergänzungen: 2.8.2016

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Last modified  Mittwoch, 03. August 2016 09:35:36 +0200
Autor/F.d.I.v.: Kons. Univ. Lekt. Dr. Michael Alexander Populorum DEEF # Dokumentationszentrum für Europäische Eisenbahnforschung # Railway Research Austria 2009-2020 

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