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Schmalspuridylle in der Grünen Mark: Die Feistritztalbahn von Weiz nach Birkfeld

Aktuelles Streckenende in Birkfeld - die weitere Strecke wird als Radweg genutzt. Foto Feistritztalbahn Weiz-Birkfeld. DEEF Dr. Michael Alexander Populorum

Die Feistritztalbahn ist eine Schmalspurbahn in der Steiermark mit bosnischer Spurweite (760 mm), die vom Bezirkshauptort WEIZ in nördlicher Richtung entlang der Feistritz nach BIRKFELD führt. Von Weiz, wo Anschluss an das normalspurige Netz der Steiermärkischen Landesbahn Richtung Gleisdorf besteht, ist es 23,9 km nach dem heutigen Endpunkt Birkfeld.

Die Strecke wurde 1911 eröffnet und 1922 vorerst als Anschlussbahn für den Braunkohleabbau sowie 1930 auch für den Personenverkehr bis RATTEN verlängert. Die Gesamtlänge betrug somit von WEIZ (462 Meter über Normalnull) nach RATTEN (737 m über Normalnull, gemessen am Pegel in Triest) 42 Kilometer. Nach dem Niedergang des Braunkohleabbaus verbunden mit gleichzeitigem Rückgang im Personenverkehr wurde vorerst der Personenverkehr auf dem Streckenabschnitt Birkfeld-Ratten 1971 und nachfolgend auch der Personenverkehr auf dem Abschnitt Weiz-Birkfeld 1973 eingestellt.

Während der Streckenabschnitt Birkfeld-Ratten 1981 endgültig demontiert wurde (die Trasse ist heute Radweg), gibt es auf dem verbliebenen Abschnitt Weiz-Birkfeld musealen Verkehr unter der Betriebsführung des "Club 44 - Freunde der Feistritztalbahn".

Von Weiz bis Oberfeistritz gibt es nach wie vor Güterverkehr betrieben durch die Steiermärkischen Landesbahnen zu einem Bergbaubetrieb.

 

Bahnhof Birkfeld - bestens gepflegt, ein Schmuckstück!! Foto Feistritztalbahn Weiz-Birkfeld. DEEF Dr. Michael Alexander Populorum Historische Garnitur im Bhf. Birkfeld. Foto Feistritztalbahn Weiz-Birkfeld. DEEF Dr. Michael Alexander Populorum

Die aktuell befahrbare Strecke hat somit eine Länge von 23,9 km und aufgrund meiner Visitierung vor Ort kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass die Strecke sehr abwechslungsreich ist und auf alle Fälle einen Ausflug lohnt. Es gibt zahlreiche Kunstbauten, so den Grub-Viadukt mit 276 m Länge sowie 3 Tunnels ("Hart-Puch-Tunnel" 223 m, "Frondsberg-Tunnel" 93 m, "Kirchleiten-Tunnel" 106 m).

Holzbänke statt Nirosta - das lädt zum Verweilen ein im Bahnhof Birkfeld. Foto Feistritztalbahn Weiz-Birkfeld. DEEF Dr. Michael Alexander Populorum

Angebot Feistritztalbahn Bahnerlebnis Steiermark. Foto Feistritztalbahn Weiz-Birkfeld. DEEF Dr. Michael Alexander Populorum

Bahn und Strasse dicht auf dicht. Kurz vor der Einfahrt in die Station Rossegg. Foto Feistritztalbahn Weiz-Birkfeld. DEEF Dr. Michael Alexander Populorum

Station Rossegg (Wirtshaus gegenüber!) auf 516 Meter über Triest. Foto Feistritztalbahn Weiz-Birkfeld. DEEF Dr. Michael Alexander Populorum

Eine besondere Freude war es, den heutigen Endbahnhof Birkfeld (mit "Heizhaus" und Lokschuppen) zu sehen - so einen "gemütlichen" und gepflegten Bahnhof habe ich schon lange nicht mehr gesehen! Schwer hängende Weinreben im Aufnahmsgebäude inklusive! Kein Vergleich zu den um oft zig Millionen "modernisierten" und dann gesichtslos dastehenden Umbauten der Staatsbahn!

Der beschauliche Bahnhof von Anger.Foto Feistritztalbahn Weiz-Birkfeld. DEEF Dr. Michael Alexander Populorum      Der sehenswerte "Grub Viadukt". Foto Feistritztalbahn Weiz-Birkfeld. DEEF Dr. Michael Alexander Populorum

DEEF wünscht der Initiative im Feistritztal weiterhin gutes Gelingen und vielleicht gibt es ja - wie von engagierten Bürgern gewünscht - bald wieder regelmässigen Personenplanverkehr im Feistritztal.

        Ein Lob den Betreibern! Foto Feistritztalbahn Weiz-Birkfeld. DEEF Dr. Michael Alexander Populorum  

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Bericht von: Dr. Michael Populorum, Chefredakteur DEEF;  Erstmals online publiziert: 3. Oktober 2010; Änderungen: -

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Last modified  Sonntag, 24. Mai 2015 22:13:37 +0200
Autor/F.d.I.v.: Kons. Univ. Lekt. Dr. Michael Alexander Populorum DEEF # Dokumentationszentrum für Europäische Eisenbahnforschung # Railway Research Austria 2009-2020 

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